In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Bibione. Freuen Sie sich auf einen Urlaub in der Familien-Badewanne an der italienischen Adria. Geografisch bewegen wir uns in etwa in der Mitte zwischen Venedig und Triest. Bibione steht für den breiten, weiten Sandstrand, an dem sich Groß und Klein tummelt. Auf der anderen Seite gibt es ein ursprüngliches und idyllisches Naturparadies mit Lagunen und versteckten Kanälen als Ort absoluter Ruhe. All das portraitieren wir in dieser Sendung. Alberto Marchetti, Präsident des Hotelierverbands, skizziert diesen beliebten Badeort mit all seinen Besonderheiten. Lorenzo Braida, Direktor der Strandbetriebe von Bibione Mare Spa, spricht über den Strand sowie den Schutz und Erhalt des Küstenabschnitts. Alessia Falcomer von der Bibione Thermae, weitet den Blick auf Wellness und die therapeutischen Angebote. Giosuè Cuccurullo, Naturführer im Val Grande nimmt uns mit eine Oase zwischen Meer und Lagune. Die Kulinarik in Bibione beleuchtet der Hotelier Filippo Anese. Er spricht auch über die vielen Tagesausflüge zwischen Venedig und Triest, Treviso oder Padua. Viel Spaß im Italien-Urlaub!
Heute geht es in eine Urlaubsregion, mit der viele Menschen über Generationen hinweg Erinnerungen verknüpfen. Für nicht wenige war es der erste Urlaub im Süden, das erste Mal Baden im Mittelmeer. Viele Gäste sind diesem Ziel bis heute treu geblieben. Es geht nach Bibione in der italienischen Region Venetien gelegen, direkt an der Grenze zu Friaul-Julisch Venetien.
Wer an Bibione denkt, der denkt natürlich an den acht Kilometer langen und feinsandige Strand. Und wer nach Bibione kommt, den zieht es in erster Linie an dieses flach abfallende Ufer.
Es ist ideal für entspannte Badetage, besonders für Familien mit Kindern. Der breite Strand, Spielmöglichkeiten und eine entsprechend gut ausgebaute Infrastruktur entlang des Strandes machen Bibione zu einer der familienfreundlichsten Destinationen Italiens.
Darüber sprachen wir mit Alberto Marchetti, Präsident der Associazione Bibionese Albergatori (ABA) und von Federalberghi Bibione sowie Inhaber mehrerer Hotels in Bibione.
Allein der Leuchtturm von Bibione hat eine interessante Geschichte. Er wurde vor mehr als 200 Jahren erbaut und im Ersten Weltkrieg zerstört. Bereits im Juni 1917, also noch während des Krieges, begann man wieder mit dem Neuaufbau des Leuchtturmes. Damals herrschte hier noch eine üppige Vegetation. Der Wind verlagerte jedoch die Dünen und so konnte die riesige Fläche um den Leuchtturm nicht von der Erusion verschont werden.
Der Turm in Zylinder-Form ist 21 Meter hoch, sein Licht ist bis zu 15 Meilen vor der Küste sichtbar.
Der Badeort an der Adria ist in Deutschland und Österreich mit Beginn der Italien-Reisezeit den 1950iger Jahren bekannt geworden.
Damals wurde das Sumpfgebiet trockengelegt und die ersten Hotels gebaut. Der touristische Boom und die Entwicklung zu einer der führenden Urlaubsdestinationen begann in den 1960iger Jahren.
Die Geschichte von Bibione geht jedoch weit in die Vergangenheit zurück. In Chroniken liest man vom vierten Jahrhundert vor Christi. Venetier und Römer hatten schon damals versucht, den Sumpf trockenzulegen.
Bibione ist aus dem Meer entstanden und die Geschichte ist eng mit dem Meer verbunden. Die Geschichte ist geprägt vom Zusammentreffen des Salzwassers der Adria und des Süßwassers des Flusses Tagliamento.
Wer heute in Bibione Urlaub macht, dem werden neben dem Strand zwei Kiefernwälder auffallen. Sie sind die Erinnerung an die frühe Geschichte dieser Region.
Einst war dieses Land mit ausgedehnten Wäldern, Sümpfen und Lagunen bedeckt.
Das Bild hat sich geändert: Bibione mit seinen weiten Sandstränden, dem meist ruhigen Meer ist kein Ort, der mit Glamour überwältigt. Man kann mühelos entspannen – und das mit der ganzen Familie.






















