In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit an den Lago di Resia, in die Ferienregion Reschensee. Freuen Sie sich auf Erlebnisse im Obervinschgau in der italienischen Provinz Südtirol. Katharina Fritz, die Geschäftsführerin der Ferienregion Reschensee, gibt uns einen ersten Überblick über diese alpine Landschaft, die viele nur vom Transitweg von und nach Italien kennen. Eva Sagmeister von der Ferienregion spricht über beliebte Wanderwege und empfiehlt zum Beispiel eine Tour zur Brugger Alm. Über die traurige Geschichte des Wahrzeichens dieser Region, der im Wasser versunkene Kirchturm in Graun am Reschensee, spricht Valentin Paulmichl vom Museum Vinschger Oberland in Graun. Die Aktivmöglichkeiten am und im Wasser skizziert Ingrid Wegmann von der Ferienregion. Die Profi-Snowboard-Geschwister Edwin und Jasmin Coratti sprechen bei einer Tretbootfahrt über den Reschensee darüber, wie diese Region sie beim Training inspiriert. In der Churburg oberhalb von Schluderns treffen wir den Kastallan Michael Stauder, und im schmucken Glurns den Spitzenkoch Thomas Ortler. Er ist Küchenchef im Flurin. Das Basis-Camp dieser Reise ist ein Hotel, dessen Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Mara Theiner, Gastgeberin im Weißen Kreuz in Burgeis, beschreibt den Blick über eine Stadt, die von einer Burg und einem Kloster bewacht wird. Viel Spaß in diesem Italien-Urlaub!
Diese Radioreise bewegt sich im Dreiländereck mit Österreich und Schweiz. Viele, die auf dem Weg von und nach Italien unterwegs sind, kennen den großen See, der heute unser Mittelpunkt ist, sind aber vielleicht immer nur daran vorbeigefahren.
Die Ferienregion Reschensee hat einerseits ein breites Sport- und Outdoorangebot. Gleichzeitig verleihen gelebtes Brauchtum, Kulinarik und traditionelle Märkte ihren authentischen Charakter. Es gibt sagenumwobene Orte mit Geschichten, die berühren und zum Teil zu Tränen führen können.
Katharina Fritz als Geschäftsführerin der Ferienregion Reschensee gibt uns im Podcast zunächst einen geografischen Überblick.
Der versunkene Kirchturm im Reschensee ist heute das Wahrzeichen des Vinschgau. Dort, wo heute Segelboote über den Reschensee gleiten und Kitesurfer den Wind nutzen, standen einst Wohnhäuser, Höfe und Kirchen.
Als der Reschensee für die Stromerzeugung als Talsperre künstlich angelegt wurde, versanken viele Gebäude in den Fluten. Im Sommer 1950 wurden mehrere Dörfer geflutet. Nur die Kirche von Alt-Graun aus dem 14. Jahrhundert trotzte diesem dunklen Kapitel Südtiroler Geschichte. Sein denkmalgeschützter Kirchturm ragt heute noch aus den Fluten und ist, je nach Wasserstand, mehr oder weniger sichtbar. Davon erzählt Valentin Paulmichl vom Museum Vinschger Oberland in Graun. Er ist der Vereinspräsident des Museums.
Viele Erzählungen, auch viele persönliche Erinnerungen, ranken sich um die Überflutung und den Kirchturm. Der Volksmund sagt, dass man heute noch die Glocken des Turmes hört, die aus der Tiefe des Wassers geläutet werden. Ob etwas daran wahr ist, klären wir im Podcast auf.
Neben dem Vintschger Museum in Schluderns widmet sich das Museum Vinschger Oberland in Graun umfassend der Geschichte dieser Region. Insbesondere wird an die Dörfer Alt-Graun und Reschen erinnert, die im Sommer 1950 teilweise vom neu angelegten Reschensee überflutet wurden.
Hunderte Menschen verloren damals ihre Heimat. Als einziges sichtbares Zeugnis ragt bis heute der Kirchturm der ehemaligen Pfarrkirche St. Katharina aus dem Wasser und erinnert an die bewegte Geschichte der Region. Im Museum ist er als Nachbau zu sehen.
Fast 700 Hektar Land gingen damals verloren, die Eigentümer wurden enteignet und mussten ihre Heimat verlassen oder umsiedeln.
Es ist ein dunkles Kapitel Südtiroler Geschichte, die Valentin Paulmilch immer wieder aufrollt – nicht nur für Urlauber, auch für Einheimische, insbesondere für Schulklassen.


















