Mit Unverständnis reagiert die Fraktion des Bürgervereins Pulheim (BVP) auf die Verwaltungsvorlage, die empfiehlt, die Annahme einer vollständig von Fördervereinen und Schulpflegschaften finanzierten Tafelwasseranlage für das Schulzentrum Brauweiler abzulehnen.
„Gerade angesichts immer häufiger auftretender Hitzetage sollte der unkomplizierte Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser an unseren Schulen selbstverständlich sein“, erklärt die BVP-Fraktionsvorsitzende Birgit Liste-Partsch. „Dass eine von engagierten Eltern und Fördervereinen finanzierte Lösung abgelehnt werden soll, können wir nicht nachvollziehen.“
Für den BVP geht es dabei um weit mehr als eine einzelne Anlage. „Eine gute Trinkwasserversorgung ist ein wichtiger Beitrag zur Gesundheit und Konzentrationsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig ist es auch eine Frage der Wertschätzung und des Respekts, wie und wo Kinder und Jugendliche ihr Trinkwasser beziehen können.“
Besonders kritisch sieht der BVP die Begründung der Verwaltung, die ihre Empfehlung unter anderem damit rechtfertigt, dass ein vergleichbarer Wunsch an einer anderen Schule bereits in der Vergangenheit abgelehnt worden sei. „Frühere Entscheidungen dürfen kein Maßstab für heutige sein. Jede Initiative verdient eine eigenständige Bewertung.“
Statt eine von Fördervereinen getragene Initiative abzulehnen, sollte Pulheim aus Sicht des BVP den Blick nach vorne richten. „Wir halten es für sinnvoll, perspektivisch alle Pulheimer Schulen mit zeitgemäßen Trinkwasseranlagen auszustatten. In zahlreichen Städten und Gemeinden gehört ein unkomplizierter Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser längst zum Schulalltag.“
Der BVP wird sich deshalb im öffentlichen Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, 7. Juli 2026, für die Annahme der Schenkung einsetzen und hofft auf eine breite Unterstützung der übrigen Fraktionen.
Die Sitzung ist öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Schulen, Schulpflegschaften und Fördervereine sind herzlich eingeladen, die Beratung im Rathaus zu verfolgen.