Home Work – Home Office? – BVP fordert Tempo bei Digitalisierung an Pulheims Schulen

Die vergangenen Wochen der Schulschließungen und des Präsenzunterrichts infolge der Corona-Pandemie haben gezeigt, dass es an den Pulheimer Schulen an einer funktionierenden digitalen Infrastruktur, schnellem Internet, den geeigneten Lernplattformen und nicht zuletzt an Endgeräten auch für die Schülerinnen und Schüler, die zuhause nicht über entsprechende Geräte verfügen, mangelt. So entstehen möglicherweise massive Lücken in der Bildung und Bildungsungerechtigkeiten. „Die Entwicklung eines IT-Konzepts für unsere Schulen wurde bereits 2014 beschlossen – getan hat sich in der gesamten Legislaturperiode von schwarz-grün so gut wie nichts. Fast 6 Jahre wurden verschlafen und das fällt uns jetzt gewaltig auf die Füße!“, so Birgit Liste-Partsch.

Der BVP ist daher der Auffassung, dass die Zeit der Sommerferien dringend genutzt werden muss, um Pulheims Schulen fit für das Lernen auf Distanz zu machen.

Für die kommende Ratssitzung am 23.06.2020 hat der BVP daher beantragt, dass die Stadt die Zeit der Sommerferien nutzt, um den Schulen nach den Ferien geeignete Lernplattformen für den Unterricht zur Verfügung stellen zu können und möglichst kurzfristig für schnelle Internetverbindungen an unseren Schulen sorgt. Zudem soll die Stadt als Schulträger dafür sorgen, dass allen Schülerinnen und Schülern, denen aufgrund fehlender digitaler Endgeräte ein Lernen auf Distanz nicht oder kaum möglich ist, Leihgeräte zur Verfügung gestellt oder alternativ Arbeitsräume geschaffen werden, welche über digitale Endgeräte, ein leistungsstarkes LAN und Möglichkeiten zum Drucken verfügen.

„Wir können nicht wie vom Kämmerer vorgeschlagen bis zur Fertigstellung und Präsentation des Medienentwicklungsplans warten, welcher nach seinen Ausführungen „erst nach den Sommerferien, aber noch in diesem Jahr“ vorgestellt werden soll“, so die Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidatin Birgit Liste-Partsch. „Für uns hat es absolute Priorität, dass die Digitalisierung endlich Einzug in unsere Schulen hält und unsere Schülerinnen und Schüler nicht digital abgehängt werden! Die Krise zeigt mehr als deutlich, dass wir kurzfristig abgestimmte Lernplattformen, eine moderne Infrastruktur für die Schulen und die notwendigen Endgeräte für alle am Lernprozess Beteiligten dringend benötigen Es ist bereits fünf nach zwölf!“

Grundschulkinder: Ab Montag wieder regulär Schule

Ab Montag, 15. Juni 2020, nehmen die Grundschulen zudem den Regelbetrieb mit allen Klassen wieder auf. Dies hat das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen mitgeteilt. Die Klassen müssen jedoch untereinander getrennt werden. So darf es beispielsweise keine gemeinsame Pause zweier Klassen geben. Über die genauen Abläufe des Schulbetriebs informieren die Grundschulen die Elternschaft auf den bekannten Wegen.

Rathaus öffnet wieder vollständig

Das Rathaus sowie das Rathaus-Center öffnen ab Montag, 15. Juni 2020, wieder vollständig für den Publikumsverkehr zu den gewohnten Öffnungszeiten. Dies hat der Stab außergewöhnliche Ereignisse (SaE) unter der Leitung von Bürgermeister Frank Keppeler in seiner heutigen Sitzung entschieden. Bislang müssen die Bürgerinnen und Bürger einen Termin vereinbaren. „Mit der vollständigen Öffnung kehrt nun ein weiteres Stück Normalität zurück“, sagt Bürgermeister Keppeler.
Es gelten auch hier Vorgaben zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie: So müssen die Besucherinnen und Besucher Mund-Nase-Bedeckungen mit sich führen. Diese muss getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. Der Zugang zum Rathaus erfolgt ausschließlich über den Haupteingang.

Altpapiercontainer: Situation an den Standorten

Die Situation an den Altpapiercontainer-Standorten im Stadtgebiet hat sich in den vergangenen Wochen immer wieder zugespitzt: Zum einen ist mehr Müll als üblich angefallen, zum anderen konnte aufgrund technischer Schwierigkeiten bei den zuständigen Entsorgungsbetrieben die reguläre Abholung zeitweise nicht erfolgen. Die Stadtverwaltung steht dazu im ständigen Austausch mit den beauftragten Dienstleistern, damit die Rückstände zeitnah abgearbeitet werden.

Am morgigen Dienstag ist die anhaltende Situation auch Thema im Haupt- und Finanzausschuss. In einer Vorlage erläutert die Verwaltung den Ratsmitgliedern die Gründe für die Missstände. Dazu gehören die ordnungswidrige Entsorgung von Altpapier durch Gewerbetreibende, ein gestiegenes Aufkommen durch mehr Bestellungen im Internet und technische Probleme bei der Leerung. Darüber hinaus ist Pulheim die einzige Stadt im Umkreis, die noch Container für Altpapier anbietet.

Siehe auch hier.

Verwaltung prüft Lösungen
Die Stadtverwaltung prüft derzeit verschiedene Lösungen. Ein Vorschlag sieht beispielsweise die Abschaffung der Altpapiercontainer vor. Gleichzeitig könnte die Blaue Tonne verpflichtend eingeführt und die Häufigkeit der Leerung von dem bestehenden Vier-Wochen-Turnus auf einen zweiwöchigen Rhythmus erhöht werden. Großkartonagen könnten dann an bestimmten Tagen etwa beim Standort des Schadstoffmobils abgegeben werden. Noch in diesem Jahr will die Verwaltung dazu Beschlussvorschläge an die Ratsgremien zur Beratung geben.

Übrigens: Haushalte, die bislang noch nicht über eine blaue Altpapiertonne verfügen, können diese jederzeit über das entsprechende Formular auf der städtischen Webseite unter www.pulheim.de bestellen. Die Tonnen werden nach der Bestellung zeitnah ausgeliefert.

Kommunalwahl 2020: Ehrenamtliche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer gesucht

Für die Kommunalwahl am Sonntag, 13. September 2020, und eine mögliche Stichwahl am Sonntag, 27. September 2020, sucht die Stadt Pulheim ehrenamtliche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Dieses Engagement stellt einen wichtigen Dienst für die Demokratie und die Möglichkeit freier Wahlen dar: Die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sorgen für die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl, überprüfen die Wahlberechtigung anhand des Wählerverzeichnisses, geben Stimmzettel aus und vermerken die Wahlteilnahme im Wählerverzeichnis. Zusätzlich unterstützen sie bei der Ermittlung und Feststellung des Wahlergebnisses im Wahlbezirk.
Die Wahlzeit beginnt um 8 Uhr und endet um 18 Uhr. Es wird ein sogenanntes Erfrischungsgeld in Höhe von 40 Euro als Aufwandsentschädigung gezahlt. Neben der Kommunalwahl finden am 13. September 2020 parallel auch die Seniorenbeirats- und die Integrationsratswahl statt. Wer das ehrenamtliche Wahlhelferteam unterstützen möchte, kann sich telefonisch unter 02238/808-654 oder per E-Mail unter wahlen@pulheim.de mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzen.
Voraussetzung für die ehrenamtliche Wahlhelfertätigkeit ist, dass die Personen selbst wahlberechtigt sind.

GVG Rhein-Erft öffnet wieder Service-Shop in Pulheim

Am Dienstag, den 9. Juni öffnet die GVG Rhein-Erft wieder ihren Service-Shop in Pulheim, Venloer Straße 99, für ihre Kundinnen und Kunden. Damit können die Kunden neben GVG-Online-Service, Telefon und E-Mail auch wieder im persönlichen Gespräch zu den gewohnten Öffnungszeiten (Mo-Fr von 9:30 Uhr bis 13:00 Uhr und 13:30 Uhr bis 18:00 Uhr) beraten werden.
Bei der Wiedereröffnung des Service-Shops steht der Schutz der Gesundheit weiterhin im Fokus. Die Räumlichkeiten dürfen nur mit einem geeigneten Mund-Nase-Schutz betreten werden und es darf sich nur eine begrenzte Personenzahl gleichzeitig im Service-Shop aufhalten. Die GVG bittet ihre Kunden deshalb um Verständnis, dass es zu längeren Wartezeiten kommen kann.

Bürgermeister-Sprechstunde findet wieder online statt

Auch die nächste Bürgermeister-Sprechstunde findet online statt: Am Mittwoch, 10. Juni 2020, können Bürgerinnen und Bürger wieder via Internet mit Bürgermeister Frank Keppeler sprechen. Wer Interesse hat, muss sich zuvor anmelden und erhält dann per E-Mail die genaue Uhrzeit sowie einen Internet-Link zur Videokonferenz, die von 17 Uhr bis 18.30 Uhr stattfindet.
Die Anmeldungen werden per E-Mail unter buergermeister@pulheim.de bis Dienstag, 9. Juni 2020, entgegengenommen.

Betreuungsgebühren in Pulheim: Im Juni und Juli werden nur jeweils die Hälfte der Beiträge fällig

Die Stadt Pulheim halbiert für die Betreuung in der Kindertagespflege, in den Kindertagesstätten sowie im Offenen Ganztag für die Monate Juni und Juli 2020 jeweils die Gebühren. Auf diese Dringlichkeitsentscheidung hat sich der Ältestenrat gestern mehrheitlich verständigt. Zugleich werden die Ratsmitglieder in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am kommenden Dienstag, 9. Juni 2020, über eine mögliche weitergehende Entlastung in diesem Bereich beraten.

Aktuelle Gefährdung durch Eichenprozessionsspinner

Zurzeit kommt es im Stadtgebiet Pulheims vereinzelt wieder zu einer Gefährdung durch die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Bei der Kontrolle der Eichen im öffentlichen Raum hat die Stadt die Raupen an drei Stellen vorgefunden: Aktuell betroffen sind die Eiche auf dem Kinderspielplatz am Pletschmühlenweg, die Eichen an der Turnhalle Ecke Steinstraße/Zur alten Wassermühle sowie eine Eiche in dem Gehölzstreifen auf der Verlängerung Brüngesrather Weg nördlich von Pulheim-Sinnersdorf zwischen L 183 und Kölner Randkanal.
Zum eigenen Schutz werden die Bürgerinnen und Bürger gebeten, sich in den betroffenen Bereichen von den Eichen fernzuhalten und insbesondere auch Kinder auf die Gefahr hinzuweisen. Der Kinderspielplatz Pletschmühlenweg wurde aufgrund des Befalls vorübergehend gesperrt. Die Stadt hat für die Beseitigung eine Fachfirma beauftragt, die die Nester und Raupen in der kommenden Woche mittels Spezialstaubsauger fachgerecht beseitigen wird.
Die Raupe des Eichenprozessionsspinners häutet sich bis zur Verpuppung sechsmal. Ab der dritten Häutung im Mai/Juni bildet sie zusätzlich zu ihren langen sichtbaren Haaren rund 600.000 nur 0,1 bis 0,25 Millimeter lange „Brennhaare“, die das Eiweißgift Thaumetopein enthalten. Damit schützt sie sich vor Fressfeinden. Der Befall mit dem Eichenprozessionsspinner ist durch die Bildung von Gespinstnestern am Stamm oder an Astgabeln des Wirtsbaumes zu erkennen. Auf Nahrungssuche bilden die Tiere die typischen „Prozessionen“ von den Gespinsten zu den Fraßstellen. Die „Brennhaare“ bleiben nach dem Schlüpfen des unscheinbaren Falters in den Gespinsten am Stamm. Der Kontakt mit ihnen kann zu starken Reizungen und allergischen Reaktionen von Haut und Atemwegen führen. Zu den Begleiterscheinungen zählen Schwindelgefühl, Fieber und Müdigkeit. In jedem Fall sollten Betroffene einen Arzt konsultieren.
Laien verwechseln den Eichenprozessionsspinner häufig mit der Gespinstmotte, dessen Raupe Gehölze völlig kahl frisst und sie komplett mit Netzen wie aus Gaze einspinnt. Diese Raupe ist jedoch für den Menschen völlig ungefährlich. Zu den sicheren Unterscheidungsmerkmalen zählt, dass die Gespinstmotte in der Regel nicht bei Eichen auftritt. Im Gegensatz hierzu befällt der Eichenprozessionsspinner ausschließlich Eichen.

Hinweise zum Befall von Eichen mit dem Eichenprozessionsspinner im öffentlichen Raum nimmt Kai Egert, Koordinierungsstelle Umweltschutz der Stadt Pulheim, telefonisch unter 02238/808-468 oder per E-Mail kai.egert@pulheim.de entgegen.

Für die Beseitigung des Eichenprozessionsspinners auf Privatgrundstücken und der damit gegebenenfalls einhergehenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung sind die Grundstückseigentümer verantwortlich. Hierfür sollten nur Fachfirmen mit hierfür geschultem Personal und der entsprechenden Schutzausrüstung beauftragt werden.