Gasausbruch durch Bauarbeiten

Gasausbruch durch Bauarbeiten

Am Mittwochnachmittag (15.07.) wurde in Pulheim bei Erdarbeiten die Hauszuführung einer Gasleitung beschädigt. Die Feuerwehr evakuierte einige Häuser im Gefahrenbereich und sicherte diesen ab. Der nach kurzer Zeit eintreffende Notdienst des Gasversorgers konnte die Leckage schließen und reparieren.

Kurz nach 15:30 Uhr wurde die Feuerwehr über einen Gasausbruch im Türkisweg in Pulheim informiert. Bei Ausschachtarbeiten einer Baufirma war die Hauszuführung einer Gasleitung getroffen worden und das Gas trat nunmehr an dieser Stelle ungehindert ins Freie.
Standardmäßig wurden bei diesem Einsatzstichwort neben der hauptamtlichen Wache auch die freiwilligen Löschzüge Pulheim, Stommeln und Brauweiler zur Schadenstelle entsandt. Unter Einsatzleitung von Brandinspektor Guido Bruckmann wurde sofort ein Löschangriff – unter anderem mit einem Pulveranhänger – vorbereitet und parallel wurde der Bereich durch Absperrmaßnahmen gesichert. Bewohner umliegender Häuser wurden evakuiert.
Nachdem der durch die Leitstelle gleichfalls sofort informierte Notdienst des Gasversorgers die Angelegenheit gesichtet hatte, konnte dieser die beschädigte Leitung mit Spezialwerkzeug so abdichten, dass die Gefahr nach einer Dreiviertelstunde gebannt war. Die Feuerwehr, die den Einsatz mit 27 Kräften und fünf Löschfahrzeugen durchführte, konnte die eingeleiteten Schutzmaßnahmen im Anschluss zurücknehmen und die evakuierten Bewohner konnten wieder in ihre Wohnungen.

Feldbrand bedrohte Gehölzflächen

Feldbrand bedrohte Gehölzflächen

Am Mittwochnachmittag (15.07.) wurde der Feuerwehr Pulheim ein Feldbrand in Pulheim-Sinnersdorf gemeldet. Schon auf der Anfahrt war das Feuer auszumachen und es wurden weitere Kräfte, auch aus anderen Städten, alarmiert.

Kurz vor 17:00 Uhr wurde der Löschzug Pulheim und Stommeln mit der hauptamtlichen Wache aus Pulheim zu einem Feldbrand südlich von Sinnersdorf alarmiert. Schon auf der Anfahrt konnte der Einsatzleiter die starke Rauchentwicklung ausmachen und forderte sofort weitere Kräfte aus dem gesamten Stadtgebiet an.
Ein Stoppelfeld, etwa 15.000 m², brannte und bedrohte auf zwei Seiten Flächen mit Buschwerk und Bäumen, die zunächst schwerpunktmäßig durch die ersten Fahrzeuge gesichert wurden. Aufgrund des hohen zu erwartenden Wasserbedarfs, um das Feuer in den Griff zu bekommen und zu löschen, wurden weitere Tanklöschfahrzeuge und Tankfahrzeuge der Feuerwehren Kerpen und Frechen zur Wasserversorgung der eingesetzten Löschfahrzeuge alarmiert. Im Verlauf des Einsatzes konnte die Feuerwehr Kerpen aber noch vor deren Eintreffen aus dem Einsatz entlassen werden, da zwischenzeitlich auch schon eine erste Wasserversorgung vom Ortsrand bis zur Einsatzstelle aufgebaut werden konnte.
Die eingesetzten 80 Kräfte, unter der Einsatzleitung von Brandoberinspektor Guido Bruckmann, brachten neun Löschfahrzeuge aus dem Stadtgebiet in den Einsatz, wovon einige speziell für solche Vegetationsbrände, z.B. mit Frontsprühbalken, ausgerüstet sind. Andere Kräfte kämpften mit handgeführten Rohren oder Feuerpatschen gegen die Flammen an und nach gut 40 Minuten hatte man das Feuer in Gewalt. Unterstützt wurden die Kräfte durch einen Landwirt, der das abgebrannte Stoppelfeld mit seinem Grubber bearbeitete und auch dadurch eine weitere Brandausbreitung unterbinden konnte. Gegen 18:15 Uhr konnte gemeldet werden, dass das Feuer vollständig gelöscht war.

Aufgrund der warmen und trockenen Wetterlage weist die Feuerwehr Pulheim darauf hin, dass Wälder, Felder, Wiesen und Parks relativ leicht zu entflammen sind.
Zu beachten ist, dass es nicht nur unvernünftig ist im Wald, im Bereich von Getreidefeldern oder abgetrockneten Wiesen oder Parks offenes Feuer oder Grills zu verwenden, sondern dass es in Nordrhein-Westfalen vom 1. März bis 31. Okober verboten ist, im Wald offenes Feuer zu verwenden oder zu rauchen. Zudem ist zu beachten, dass auch weggeworfenes Glas (z.B. Flaschen oder Scherben) oder eine aus dem Auto geworfene, glimmende Zigarettenkippe getrocknete Pflanzenreste, trockenes Getreide oder Stroh sowie ausgedörrte Grasflächen, entzünden können. Kraftfahrzeuge sind nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abzustellen, da heiße Fahrzeugteile leicht trockenes Gras in Brand setzen können.
Falls Sie einen solchen Brand bemerken, alarmieren Sie schon beim Verdachtsfall die Feuerwehr unter der Rufnummer 112. Geben Sie eine möglichst genaue Ortsangabe und wenn möglich, weisen Sie die anrückenden Kräfte der Feuerwehr ein.

Kindergartenjahr 2027/2028 – Jetzt im Kita-Navigator vormerken

Schnell über Betreuungsangebote informieren und online einen Kita-Platz vormerken: Noch bis Sonntag, 1. November 2026, können Eltern ihre Kinder im Kita-Navigator unter https://pulheim.kita-navigator.org für die jeweilige Wunscheinrichtung eintragen. Am Freitag, 27. November 2026, versenden die Kindertagesstätten dann die Platzzusagen für das Kindergartenjahr 2027/2028 – eine Absage wird nicht verschickt. Im Anschluss sind die Eltern aufgefordert, den entsprechenden Platz bis spätestens Freitag, 11. Dezember 2026, zuzusagen. Ab Freitag, 8. Januar 2027, beginnt das Nachrückverfahren für die Vergabe noch offener Plätze.

Die Anschriften und Kontaktdaten aller Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet stehen sowohl im Kita-Navigator als auch auf der städtischen Internetseite unter www.pulheim.de zur Verfügung. Aktuelle Informationen über die Termine für die „Tage der Offenen Tür“ in den Kindertagesstätten sind auf der Startseite des Kita-Navigators unter dem Button „Wichtige Eltern-Informationen“ hinterlegt.

Eine Vormerkung im Kita-Navigator kann grundsätzlich sofort nach der Geburt eines Kindes erfolgen. Eine ausführliche Erläuterung zum Anmeldeverfahren für die Aufnahme von Kindern in Pulheimer Kindertagesstätten zum Kita-Jahr 2027/2028 mit dem Kita-Navigator gibt es auf der Internetseite der Stadt Pulheim.

70 Jahre GVG Rhein-Erft – das Jubiläumsfest

70 Jahre GVG Rhein-Erft – das Jubiläumsfest

Die GVG Rhein-Erft GmbH (GVG) feierte am 11. Juli mit einem großen Jubiläumsfest für Mitarbeiter, Kunden und Bürger aus der Region ihr 70-jähriges Bestehen.
Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm moderiert von Martin Mölder aus Erftstadt begeisterte das Publikum aller Altersklassen. Planschemalöör, Druckluft, Paveier und Klüngelköpp heizten den rund 3.000 Besuchern mit ihren Hits bei hochsommerlichen Temperaturen vor der Bühne bis in die frühen Abendstunden richtig ein.
Auf dem gesamten Unternehmensgelände gab es zahlreiche Mitmachaktionen für alle Generationen: Ob Schnappschüsse im Vintage-Fotobus, Höhenflüge im Ballon am Kran oder ein virtueller City-Trip zum Kölner Dom. Auf die jüngsten Gäste warteten viele Abenteuer mit einer Experimente-Show Hüpfburgen, Kinderschminken, Kletterturm und Hindernisparcours – Highlight für alle Besucher war die Sprühwasseranlage, die für eine willkommene Abkühlung sorgte. Hierzu trug auch das vielfältige gastronomische Angebot bei – dem Wetter angemessen mit kühlen Getränken, Eis und weiteren Erfrischungen. Für einen angenehmen Aufenthalt sorgte ein großer Skyliner-Schirm als Überdachung und Sonnenschutz mit zahlreichen Sitzplätzen.
Auch das Thema Energie durfte natürlich nicht fehlen: Mit einem Live-Podcast zum Thema Wasserstoff im Rhein-Erft-Kreis tauschten sich die GVG-Geschäftsführer Werner Abromeit und Phillip Erdle mit Landrat Frank Rock und Till Cremer (Vorstand der rhenag) über Wasserstoff-Potenziale im Rhein-Erft-Kreis aus. Moderiert wurde der Podcast von Energie- und Podcast-Experte Franz Schlick. Der Podcast wird in Kürze auf www.gvg.de zum Nachhören bereitgestellt.
Gastgeber GVG-Geschäftsführer Werner Abromeit und Phillip Erdle waren sich einig: „Das war ein gelungenes Fest. Wir sind begeistert von dem hohen Zuspruch unserer Kunden und sagen danke für die regionale Verbundenheit.“

3,15 Millionen Euro: Rat vertagt Entscheidung zur Erweiterung der Flüchtlingsunterkunft

Der Rat der Stadt Pulheim hat die Entscheidung über die Freigabe von 3,15 Millionen Euro für die geplante Erweiterung der Flüchtlingsunterkunft an der Bernhardstraße vertagt. Statt einer unmittelbaren Beschlussfassung sollen nun zunächst in einer Sondersitzung die offenen Fragen geklärt werden.
„Eine Investition von 3,15 Millionen Euro verdient eine vollständige Entscheidungsgrundlage und den bewährten Beratungsweg über die zuständigen Fachausschüsse. Genau dafür haben wir uns eingesetzt“, erklärt die Fraktionsvorsitzende des Bürgervereins Pulheim (BVP), Birgit Liste-Partsch.
Bereits im Vorfeld der Ratssitzung hatte der BVP beantragt, die Vorlage zunächst in den zuständigen Fachausschüssen zu beraten. Hintergrund war die Beschlusslage des Rates aus dem Jahr 2024. Danach sollte der ursprünglich geplante vierte Gebäuderiegel nur dann errichtet werden, wenn die Zahl der geflüchteten Menschen weiter steigt und keine anderen Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Zu Beginn der Sitzung erläuterte die Verwaltung den aus ihrer Sicht bestehenden Handlungsbedarf und verwies dabei unter anderem auf den baulichen Zustand einzelner Unterkünfte sowie auf Auflagen des Gesundheitsamtes. Im Verlauf der Debatte zeigte sich jedoch fraktionsübergreifend weiterer Klärungsbedarf. Kritisch hinterfragt wurden unter anderem die bislang fehlende Beratung in den zuständigen Fachausschüssen, der Umgang mit Erkenntnissen aus Ortsterminen und Fachbehörden sowie die Frage, weshalb bereits im Jahr 2025 ein Bauantrag gestellt und genehmigt wurde, obwohl nach der Beschlusslage des Rates zunächst eine erneute politische Entscheidung vorgesehen war. Der Rat entschied deshalb, die Beschlussfassung zu vertagen und zunächst eine Sondersitzung anzusetzen.
„Soll von der Beschlusslage des Rates aus dem Jahr 2024 abgewichen werden, erwarten wir eine nachvollziehbare Begründung und eine vollständige Entscheidungsgrundlage. Genau dafür bietet die Sondersitzung jetzt die Gelegenheit.“
„Eine menschenwürdige Unterbringung geflüchteter Menschen und eine transparente Entscheidungsfindung gehören für uns zusammen. Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass Ratsbeschlüsse gelten – oder dass Änderungen transparent begründet und nachvollziehbar entschieden werden.“

Fahrradstraße – Beginn der Baumaßnahmen

Die Errichtung einer Fahrradstraße im Pulheimer Zentralort rückt in greifbare Nähe: Am Montag, 20. Juli 2026, beginnen die ersten Bauarbeiten auf der Hackenbroicher Straße.

Bevor die großflächigen Asphaltarbeiten auf der gesamten Hackenbroicher Straße erfolgen können, müssen an einzelnen Kreuzungen die vorhandenen Pflasterflächen entfernt und durch eine Asphaltschicht ersetzt werden. Dies betrifft die Kreuzungsbereiche Blumenstraße/Unterster Weg, Stommeler Weg, Schürgespfad, Im Waffental/Falkenweg und Adlerweg.

Damit der Straßenverkehr ungehindert weiterfließen kann, werden die Kreuzungen abschnittsweise umgebaut. Gearbeitet wird immer nur an einem Viertel der jeweiligen Kreuzung, die anderen drei Viertel stehen weiterhin zur Verfügung. Die Bauzeit für diese ersten Maßnahmen beträgt voraussichtlich bis zu drei Wochen.

Im Anschluss werden die Bauarbeiten im Verlauf der Sommerferien auf die gesamte Hackenbroicher Straße ausgeweitet. Hierzu wird die Stadtverwaltung gesondert informieren. Außerdem werden die betroffenen Anwohnenden frühzeitig durch Handzettel über den weiteren Bauablauf in Kenntnis gesetzt. Die Gesamtkosten der Maßnahmen belaufen sich auf rund 340.000 Euro.

Pulheim–Fareham feiert die deutsch‑britische Freundschaft

Pulheim–Fareham feiert die deutsch‑britische Freundschaft

Mit einem schwungvollen Jubiläumskonzert hat der Partnerschaftsverein Pulheim–Fareham am vergangenen Freitag, den 10.07.2026, ein starkes Zeichen für die deutsch‑britische Freundschaft gesetzt. Unter dem Motto „Swing Time“ feierten die Gäste im vollbesetzten Schützenhaus in Geyen gleich zwei besondere Anlässe: 40 Jahre Partnerschaftsverein Pulheim–Fareham und 80 Jahre Nordrhein‑Westfalen.
Auf der Bühne standen die Musikerinnen und Musiker der Royal Naval Volunteer Band HMS Collingwood aus Fareham gemeinsam mit der Pulheimer Big Band Fun Connection. Das abwechslungsreiche Programm aus Swing, Pop und britischer Marschmusik sorgte für eine mitreißende Atmosphäre, die das Publikum von Beginn an begeisterte und viele nicht auf den Stühlen hielt.
Für einen weiteren inhaltlichen Akzent sorgte der Verein für Geschichte Pulheim, der einen kurzweiligen historischen Abriss zur Entwicklung der Städtepartnerschaft präsentierte. In anschaulichen Stationen wurde deutlich, wie sich aus ersten Begegnungen eine über Jahrzehnte gewachsene Freundschaft entwickelte, die heute fest im kulturellen Leben beider Städte verankert ist.
Die musikalische Zusammenarbeit zwischen beiden Ensembles hat inzwischen Tradition: Bereits im vergangenen Jahr fand in Fareham ein erstes gemeinsames Konzert statt, das dort auf große Resonanz stieß. Die Kooperation der beiden Bands kam durch die Vermittlung des Partnerschaftsvereins zustande, der die Verbindung zwischen beiden Musikgruppen aktiv begleitet und fördert. Der Gegenbesuch knüpfte nahtlos an die erfolgreiche Premiere in England an und zeigte erneut, wie Musik Menschen über Grenzen hinweg verbindet und wie etwas eindrucksvolles erwachsen kann, wenn Menschen aufeinander zugehen.
Vereinsvorsitzender des Partnerschaftsvereins Pulheim-Fareham Stefan Heidrich fasste die Bedeutung des Abends so zusammen: „Dieser Abend und diesese Jubiläum zeigt eindrucksvoll, wie lebendig und herzlich unsere deutsch‑britische Freundschaft ist. Wenn Menschen aus Pulheim und Fareham gemeinsam etwas gestalten und sich aufeinander einlassen, entsteht eine besondere Atmosphäre, die weit über diesen Abend hinaus wirken wird.“
Der Abend endete mit einem eindrucksvollen gemeinsamen Finale beider Bands. Das Publikum erhob sich zu begeisterten Standing Ovations und feierte die Musiker für einen Konzertabend, der die lebendige Verbindung zwischen Pulheim und Fareham eindrucksvoll erlebbar machte.

Flüchtlingsunterkunft Bernhardstr in Brauweiler: 3,15 Millionen Euro ohne Vorberatung? BVP fordert Behandlung in den Fachausschüssen

Flüchtlingsunterkunft Bernhardstr in Brauweiler: 3,15 Millionen Euro ohne Vorberatung? BVP fordert Behandlung in den Fachausschüssen

Über die Freigabe von 3,15 Millionen Euro für die Erweiterung der Flüchtlingsunterkunft an der Bernhardstraße soll nach dem Willen der Verwaltung unmittelbar im Rat entschieden werden. Der Bürgerverein Pulheim (BVP) fordert stattdessen, die Entscheidung zunächst in den zuständigen Fachausschüssen zu beraten und hat hierzu einen entsprechenden Antrag eingebracht.
„Eine Entscheidung dieser Tragweite verdient eine sorgfältige Vorbereitung, eine vollständige Entscheidungsgrundlage und die Beratung in den zuständigen Fachausschüssen. Genau dafür setzen wir uns mit unserem Antrag ein“, erklärt die Fraktionsvorsitzende des BVP, Birgit Liste-Partsch.

Der Rat hatte im Mai 2024 nach intensiven Beratungen und Bürgerinformationsveranstaltungen beschlossen, die ursprünglich geplante vierte Wohnanlage zunächst nicht zu errichten. Eine spätere Erweiterung sollte nur nach einer erneuten politischen Entscheidung erfolgen, wenn die Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge weiter steigt und keine geeigneten Alternativen zur Verfügung stehen.
„Die damalige Beschlusslage und die öffentliche Kommunikation haben bei vielen Bürgerinnen und Bürgern die Erwartung geweckt, dass eine Erweiterung nur unter den damals genannten Voraussetzungen erneut zur Entscheidung gestellt wird. Wenn heute von dieser Beschlusslage abgewichen werden soll, erwarten wir, dass die Gründe hierfür offen dargelegt und zunächst in den zuständigen Fachausschüssen beraten werden.“

Der Antrag des BVP sieht vor, dass der Rat seine Entscheidung erst nach einer Beratung in den zuständigen Fachausschüssen trifft. Damit bleibt der bewährte Beratungsablauf erhalten und die fachliche Abwägung erfolgt dort, wo sie hingehört. Für den BVP stehen dabei insbesondere zwei Fragen im Mittelpunkt:

Warum wird eine Entscheidung über 3,15 Millionen Euro und die Erweiterung einer der größten Flüchtlingsunterkünfte Pulheims weder in den zuständigen Fachausschüssen noch im Haupt- und Finanzausschuss beraten, obwohl dieser bereits eine Woche vor der Ratssitzung tagt?
Und warum wurde bereits im Mai 2025 ein Bauantrag für die vierte Wohnanlage gestellt und im Juli 2025 genehmigt, obwohl der Rat die Entscheidung über deren Errichtung ausdrücklich einer erneuten Beschlussfassung vorbehalten hatte?

Auch der Zeitplan spricht aus Sicht des BVP für eine Beratung in den zuständigen Fachausschüssen. Diese tagen unmittelbar nach der Sommerpause. Eine abschließende Entscheidung des Rates wäre bereits am 6. Oktober möglich und würde damit weiterhin innerhalb der von der Verwaltung genannten Frist liegen. Mit seinem Antrag bittet der BVP die Verwaltung außerdem, die wesentlichen offenen Fragen – insbesondere zur aktuellen Kapazitätsplanung, zum bereits im Mai 2025 gestellten Bauantrag sowie zur langfristigen Unterbringungsstrategie – vor einer Entscheidung zu beantworten.

„Eine menschenwürdige Unterbringung geflüchteter Menschen ist selbstverständlich. Ebenso selbstverständlich sollte es sein, Entscheidungen dieser Größenordnung transparent vorzubereiten und sorgfältig abzuwägen. Vertrauen entsteht dort, wo Entscheidungen nachvollziehbar sind und auf einer umfassenden fachlichen Beratung beruhen.“

Trinkwasseranlage für das Schulzentrum Brauweiler: BVP beantragt Annahme der Schenkung

Änderungsantrag sieht zugleich ein Konzept für einen zeitgemäßen Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser an allen Pulheimer Schulen vor.
Der Bürgerverein Pulheim (BVP) wird zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 7. Juli 2026 einen Änderungsantrag zur Verwaltungsvorlage zur Tafelwasseranlage im Schulzentrum Brauweiler einbringen. Während die Verwaltung empfiehlt, die vollständig von Fördervereinen finanzierte Schenkung abzulehnen, setzt sich der BVP für die Annahme der Schenkung ein. Gleichzeitig soll die Verwaltung beauftragt werden, ein Konzept zu erarbeiten, wie perspektivisch allen Pulheimer Schulen ein zeitgemäßer und unkomplizierter Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser ermöglicht werden kann.
„Für uns geht es um weit mehr als eine einzelne Tafelwasseranlage“, erklärt die BVP-Fraktionsvorsitzende Birgit Liste-Partsch. „Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Ein unkomplizierter Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser fördert Gesundheit, Konzentration und eine gesunde Ernährung. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass alle Schülerinnen und Schüler – unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern – jederzeit Zugang zu Trinkwasser haben.“
Besonders beeindruckt zeigt sich der BVP vom Engagement der gesamten Schulgemeinschaft. „Dass Schülerinnen und Schüler, Schulleitungen, Schulpflegschaften und Fördervereine gemeinsam eine solche Initiative auf den Weg gebracht haben, verdient Anerkennung und Unterstützung. Dieses Engagement sollte nicht ausgebremst, sondern als Chance verstanden werden.“
Nach Auffassung des BVP sollte die Initiative aus Brauweiler der Auftakt sein, das Thema stadtweit weiterzudenken. „In vielen Kommunen gehören Trinkwasserspender an Schulen längst zum Alltag. Dies sollte auch für Pulheim das Ziel sein.“
Über den Änderungsantrag wird im öffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag, 7. Juli 2026, beraten.

Abtei-Sportpark: Parkplatz teilweise gesperrt

Die RheinNetz GmbH hat mitgeteilt, dass ab Montag, 13. Juli 2026, in Brauweiler im Bereich Bonnstraße auf Höhe der Einmündung Donatusstraße mit Arbeiten an den Wasserleitungen begonnen wird. Aus diesem Grund wird ein Teilbereich des Parkplatzes des Abtei-Sportparks von heute, 6. Juli 2026, an gesperrt. Die Fläche wird zur Baustelleneinrichtung benötigt.

Die Erneuerung der Wasserleitungen an der Bonnstraße und Donatusstraße dauert voraussichtlich bis Sommer 2027 und dient nach Angaben der RheinNetz dazu, die Versorgungssicherheit und -qualität mit Trinkwasser für Brauweiler zu erhöhen und zu verbessern.